KI-Arbeit so bepreisen, dass sich Tempo für dich lohnt
Für KI-Agentur-Preise gibt es vier Modelle: Festpreis, Retainer, Aufwand plus KI-Kosten oder ein wertbasiertes Honorar. Verkauft deine Agentur KI-Automatisierung, Agentenentwicklung oder KI-gestützte Software, muss jedes davon zwei Dinge auffangen, für die der Stundensatz nie gedacht war: KI-Kosten, die sich mit jedem Modell und jedem Prompt ändern, und Agenten, die dich jedes Quartal schneller machen. Dieser Ratgeber vergleicht die vier Modelle, zeigt, wann welches passt und wie du deinem Kunden zeigst, was in der Arbeit steckt.
KI-Agentur-Preise: die vier Preismodelle
Festpreis
Ein Preis für ein beschriebenes Ergebnis. Tempo ist dein Gewinn, Mehraufwand dein Verlust.
Retainer
Ein Budget aus Stunden oder Geld je Monat für laufende Arbeit, etwa Betrieb und Ausbau von Automatisierungen.
Aufwand plus KI-Kosten
Stunden zum Stundensatz, KI-Kosten als Auslage weiterberechnet.
Wertbasiert
Ein Honorar nach dem Nutzen beim Kunden, oft mit Erfolgsanteil.
Die Modelle im Vergleich
| Kriterium | Festpreis | Retainer | Aufwand + KI | Nach Wert |
|---|---|---|---|---|
| Tempo lohnt sich für dich | teilweise | – | ||
| KI-Kosten nach Verbrauch berechnet | – | – | – | |
| Kunde kennt den Preis vorher | – | teilweise | ||
| Kunde trägt das Risiko | – | teilweise | – | |
| Leicht zu vereinbaren | teilweise | – |
Festpreis: dein Tempo, dein Risiko
Du nennst einen Preis für ein beschriebenes Ergebnis, etwa einen Agenten zur Lead-Qualifizierung mit CRM-Anbindung. Schaffen deine Agenten es in der halben Zeit, gehört die Differenz dir. Wächst der Umfang oder tut sich das Modell schwer, gehört dir auch der Mehraufwand.
Passt, wenn sich das Ergebnis genau beschreiben lässt und du Ähnliches schon gebaut hast. Auch Paketangebote, dieselbe Automatisierung für mehrere Kunden, sind Festpreise.
Darauf achten: Die KI-Kosten gehören in die Kalkulation, und nach dem Projekt musst du wissen, was es wirklich gebraucht hat. Erst dann sitzt das nächste Angebot besser. Anzahlung und Abrechnung in Teilen senken dein Risiko bei größeren Projekten.
Retainer: ein Budget für laufende Arbeit
Der Kunde bucht ein Budget je Monat oder Quartal, als Stunden, als Betrag oder beides: Betrieb, Überwachung und Ausbau seiner Automatisierungen, Pflege der Prompts, neue Abläufe auf Zuruf.
Passt, wenn die Arbeit regelmäßig kommt, sich aber nicht Punkt für Punkt planen lässt. Du bekommst planbaren Umsatz, der Kunde einen festen Ansprechpartner.
Darauf achten: Ein Retainer funktioniert nur, wenn beide Seiten sehen, wie viel vom Budget verbraucht ist. Ungenutzte Stunden führen zu Diskussionen über den Wert, überzogene zu unbezahlter Arbeit. Vereinbare vorher, was passiert, wenn das Budget aufgebraucht ist.
Aufwand plus KI-Kosten: fair, aber Tempo kostet dich
Du rechnest deine Stunden zum Stundensatz ab und berechnest KI-Kosten getrennt weiter. Der Kunde zahlt, was die Arbeit gebraucht hat; Mehraufwand ist nicht dein Risiko.
Passt bei explorativen Projekten, Prototypen und allem, dessen Umfang noch niemand kennt.
Darauf achten: Jedes Mal, wenn deine Agenten schneller werden, bringt dasselbe Ergebnis weniger Stunden. Und der Kunde sieht zwei Kostenarten auf der Rechnung und fragt nach beiden, du brauchst also Belege, die halten.
Vier Wege, KI-Kosten weiterzuberechnen
Das betrifft nur Arbeit zu API-Preisen. Bei einem pauschalen KI-Abo fallen die Kosten gegenüber dem Umsatz kaum ins Gewicht; dort zeigt der Verbrauch den Aufwand, ohne berechnet zu werden.
- Zum Einkaufspreis: die angefallenen KI-Kosten als Auslage auf der Rechnung. Transparent, aber ohne Marge für das Risiko, das du trägst.
- Mit Aufschlag: KI-Kosten plus einen Prozentsatz für Einrichtung, Überwachung und Preisrisiko. In Agenturen für Fremdkosten allgemein üblich.
- Nach Token-Menge: ein eigener Preis je Million Token. Unabhängig vom Modell, ein Wechsel auf ein günstigeres Modell erhöht also deine Marge.
- Nach Laufzeit: aktive Agentenlaufzeit zu einem Stundensatz. Für Kunden leicht verständlich, aber schnellere Agenten bringen weniger, wie bei Stunden.
Wertbasiert und Erfolgsbeteiligung: am meisten drin, am schwersten zu vereinbaren
Das Honorar folgt dem Nutzen beim Kunden: gesparte Stunden im Support, mehr qualifizierte Leads, ein Ablauf, der keinen Menschen mehr braucht. Manchmal als Grundhonorar plus Erfolgsanteil.
Passt, wenn sich der Nutzen messen lässt und du ihn beeinflussen kannst. Meist heißt das: ein Kunde, der dir schon vertraut, nicht das erste Projekt.
Darauf achten: Ausgangswert und Messmethode müssen vorher vereinbart sein, und du trägst das Risiko, dass das Ergebnis von Dingen abhängt, die du nicht steuerst. Ohne deinen eigenen Aufwand zu kennen, weißt du nicht, ob das Geschäft gut war.
Zwei Risiken, die jedes Modell auffangen muss
KI-Kosten schwanken. Sie hängen vom Modell ab, von der Länge des Kontexts und davon, wie viel ein Prompt-Cache wiederverwenden kann. Nach Anthropics Listenpreisen kostet ein Output-Token von Opus 5.5 das Vierzigfache eines Tokens von Haiku 5.5 (Prompts bis 100.000 Token), Lesen aus dem Prompt-Cache ein Zwanzigstel des normalen Input-Preises, und die Stapelverarbeitung halbiert den Preis (Claude-Preisliste, Stand 10.10.2026). Dieselbe Aufgabe kann also sehr unterschiedlich viel kosten, je nachdem, wie sie läuft.
Agenten werden schneller, der Stundenpreis erodiert. Ein angenommenes Beispiel: Eine Schnittstelle hat dich vor einem Jahr 20 Stunden gekostet, bei 100 Euro je Stunde waren das 2.000 Euro. Mit Agenten brauchst du heute 6 Stunden. Nach Stunden abgerechnet bringt dasselbe Ergebnis 600 Euro. Als Festpreis von 2.000 Euro verdienst du jetzt 333 Euro je Stunde, abzüglich der KI-Kosten.
Beide Risiken sprechen für Preise nach Ergebnis und dafür, den eigenen Aufwand genau zu kennen. Je weniger nach Stunden abgerechnet wird, desto wichtiger ist es zu wissen, was wirklich in einem Projekt steckt.
Rechenbeispiel: ein Projekt, zwei Preismodelle
Ergebnis
Die Startwerte sind Annahmen, keine Marktdaten. Der effektive Stundensatz nach KI-Kosten ist, was vom Festpreis nach den KI-Kosten bleibt, je geleisteter Stunde.
Zeig deinem Kunden, was in der Arbeit steckt
Egal welches Modell: Kunden von KI-Agenturen fragen dasselbe, nämlich was sie eigentlich bekommen haben. Ein Leistungsnachweis beantwortet das mit Arbeitszeit, KI-Sessions mit Werkzeug, Modell und Laufzeit und den Commits, die daraus entstanden sind.
Beim Festpreis oder Retainer zeigt der Nachweis den Aufwand, ohne ihn zu berechnen. Beträge, Stundensätze und Modellkosten können ausgeblendet bleiben. Nach Aufwand belegt er jede Position der Rechnung.
So unterstützt Time Momentum jedes Modell
Festpreis
Abrechnen in Teilen nach Prozent, Betrag oder Rest, Anzahlungen abziehen und den effektiven Stundensatz je Projekt sehen.
Retainer
Ein Auftrag mit Zeitkontingent, Volumen oder beidem und einer Laufzeit. Ab 80 % Verbrauch steht er auf deiner Startseite, auch über mehrere Projekte.
Kunden und ProjekteAufwand plus KI
KI-Leistung auf der Rechnung zum Einkaufspreis, mit Aufschlag, nach Token-Menge oder aktiver Laufzeit, je Projekt, je Modell oder als eine Position.
Abrechnen und nachkalkulierenWertbasiert
Das vereinbarte Honorar als eigene Rechnungsposition; die Rentabilität zeigt, was dich die Arbeit gekostet hat.
Festpreis oder Aufwand
Wann sich welches Abrechnungsmodell lohnt, wenn KI-Agenten mitarbeiten.
Zum RatgeberStundensatz berechnen
Vom Wunschgewinn zum Mindeststundensatz, mit KI-Kosten als eigener Kostenart.
Zum RatgeberAbschlag, Anzahlung, Schlussrechnung
Wie Anzahlungen beim Festpreis funktionieren und in der Schlussrechnung abgezogen werden.
Zum RatgeberStundennachweis für Kunden
Was in einen Stunden- und Leistungsnachweis gehört und wie er aus der erfassten Arbeit entsteht.
Zum Ratgeber
Häufige Fragen
Welches Preismodell passt für eine KI-Agentur?
Es gibt nicht das eine. Festpreise passen zu beschriebenen, wiederholbaren Ergebnissen, Retainer zum laufenden Betrieb, Aufwand zu offenem Umfang, wertbasierte Honorare zu messbarem Nutzen bei einem Kunden, der dir vertraut. Viele Agenturen kombinieren: Aufbau zum Festpreis, danach ein Retainer.
Sollte eine KI-Agentur nach Stunden abrechnen?
Nur bei offenem Umfang. Je schneller deine Agenten arbeiten, desto weniger bringt dasselbe Ergebnis nach Stunden. Bei wiederholbarer Arbeit behältst du das Tempo mit Festpreis oder Retainer für dich.
Wie berechne ich KI-Kosten an den Kunden weiter?
Als Auslage zum Einkaufspreis, mit Aufschlag, nach Token-Menge zu einem eigenen Preis oder nach Agentenlaufzeit zu einem Stundensatz. Vereinbare die Methode im Vertrag und zeig den Verbrauch im Leistungsnachweis.
Gehören KI-Kosten in den Festpreis oder Retainer?
Meist ja, mit Puffer, weil sie mit Modell und Kontextlänge schwanken. Wo die API-Kosten hoch oder schwer vorherzusagen sind, ist eine eigene Auslagenposition mit Obergrenze für beide Seiten fairer.
Was kostet eine KI-Agentur?
Das hängt vom Preismodell und vom Umfang ab, belastbare Marktzahlen gibt es kaum. Achte beim Vergleich darauf, ob KI-Kosten enthalten sind oder als Auslage dazukommen und was bei Mehraufwand gilt.
Unterstützt Time Momentum diese Preismodelle?
Festpreis, Aufwand plus KI-Kosten und Retainer als Auftrag mit Budget, ja. Wertbasierte Honorare kommen als eigene Position auf die Rechnung. Aufträge, Rechnungen, Rentabilität und Leistungsnachweise gehören zu Pro; jede Registrierung startet mit 30 Tagen Pro.
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